Blog

KI in der Wissenschaftsbegutachtung: Was bedeutet Transparenz wirklich?
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine wegweisende Entscheidung getroffen: Der Hauptausschuss erlaubt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Begutachtungsprozessen ab März 2026, wenn sie dazu eintsprechende Leitlinien veröffentlichen wird. Bereits jetzt veröffentlichte sie dazu 4 Prinzipien, auf denen die bald folgenden Leitlinien basieren werden: Die vier Prinzipien, die beim Einsatz von KI in der Begutachtung eingehalten werden müssen: Vertraulichkeit: Antragsinhalte dürfen nicht dauerhaft bei KI-Anbietern gespeichert werden. Dies schützt die sensiblen Forschungsinhalte und geistigen Eigentumsrechte der Antragstellenden. Transparenz: Gutachterinnen und Gutachter müssen offenlegen, dass und wofür KI genutzt wurde. Dieser Punkt gilt als zentrale Voraussetzung für den verantwortungsvollen Einsatz. Qualitätssicherung: KI-Ergebnisse dürfen nicht ungeprüft übernommen werden. Die kritische Überprüfung durch menschliche Expertise bleibt unverzichtbar. Verantwortung: Die Veran
6. Februar 2026
KI kann Anträge begutachten - aber können Gutachter*innen KI?
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird ab März 2026 Gutachter*innen den Einsatz von KI bei der Erstellung von Gutachten erlauben. Eine wichtige Anpassung an die digitale Realität der Wissenschaft. Doch bei aller Fortschrittlichkeit dieser Regelung stellt sich eine grundlegende Frage: Wer sorgt eigentlich dafür, dass die Gutachtenden wissen, wie man KI richtig einsetzt? Die implizite Kompetenzannahme Wird hier vorausgesetzt, dass Gutachter*innen über umfassendes KI-Wissen verfügen? Konkret wird - sollte es so kommen - angenommen, dass sie verstehen: wie KI-Systeme grundsätzlich arbeiten, wo ihre systematischen Verzerrungen liegen, wie stark der Output von Eingaben, Trainingsdaten und Parametern abhängt, welche Aufgaben sich nicht sinnvoll an KI delegieren lassen. Das ist eine starke Annahme – und möglicherweise eine zu starke. Meine Erfahrung mit KI-Kompetenz... ist mittlerweilse recht groß und ich nehme an, dass sie bei Gutachter*innen ebenso divers ist, wie bei Wissenschaftler
26. Januar 2026
This blog isn’t available right now. Try refreshing the page or check back later. Sorry for the inconvenience